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Welche Bedeutung diese Trennung für mich haben sollte, konnte ich
an diesem Abend noch nicht in vollem Umfang erahnen. Es taten sich in den nächsten Monaten noch weitere tiefe Abgründe vor mir auf, in die zu stürzen ich drohte. Das Wort Chance war nicht mehr in meinem Vokabular enthalten.
Dagegen dominierten Begriffe wie Trauer, Einsamkeit, Armut und Verzweiflung.
Die folgenden Wochen waren geprägt von seelischen Tiefs. Es war ein trüber April-Tag, als ich feststellen musste, dass die Zeitabstände
zwischen den Tiefs immer kürzer werden. Sie wurden immer heftiger, je mehr mir die Aussichtslosigkeit meiner Lage ins Bewusstsein rückte. Ich stelle immer wieder fest, dass ich nicht zum Allein-Leben geschaffen bin. Ich kann
nicht einmal allein Kraft schöpfen, um zu arbeiten, durchzuhalten, den Garten zu machen, das Haus zu pflegen oder zu verkaufen. Ich kann all das nicht ohne eine seelisch starke, zu mir haltende Person. Meine Eltern waren tot,
Onkel und Tanten auch, nur meine Schwester war noch da, die in ihrer Familie stark eingebunden gewesen ist.
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