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Der junge Kollege saß mir im Raum gegenüber und hackte bei seinem morgendlichen Erscheinen von der ersten Minute an auf seinem Computer, und das bis zur Letzten seines Arbeitstages.
Ununterbrochen bemühte er die Tastatur. Es entstand der Eindruck, dass er fleißig und erfolgreich wäre. Ich hingegen machte häufig Erholungs- und Besinnungspausen. Im Endeffekt hatte der junge Mitarbeiter nur ein Zehntel meiner
Effektivität nachweisen können. Mein Prinzip war, dass ich nur dann wirklich kreativ arbeitete, wenn ich mich dazu optimal in der Lage sah. In der übrigen Zeit erledigte ich Routinearbeiten oder machte Pausen. Damit erreichte ich,
dass ich in den entscheidenden Schritten kaum Fehler machte, die ich später in den ebenfalls Optimalphasen wieder hätte ausbügeln müssen. Der Fortschritt an einem Tag war zwar oftmals nur gering, aber dafür nachhaltig, da das
Ergebnis fast fehlerfrei war. Beim meinem jungen Kollegen konnte es durchaus vorkommen, dass er an einem Tag eine neue Aufgabe sehr weit vorantrieb, dann aber tagelang damit beschäftigt war, die Fehler zu beseitigen, um schließlich
vielleicht sogar nochmals von Neuem zu beginnen.
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