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Scheinerblende Zur besseren Fokussierung (Scharfeinstellung) ist die Verwendung einer Scheinerblende sehr nützlich.
Man nehme 4 mm Sperrholz und säge eine runde Scheiben aus, die ca. 20 mm mehr Durchmesser als die Taukappe besitzt. Nun sägt man 2 oder 3 Löcher mit etwa 30-35% des Objektivdurchmesser hinein und zwar so, dass sie möglichst
weit auseinander liegen, aber noch innerhalb der zentrale Objektivfläche (man beachte, dass der Tubus größer ist). Für meinen 15 cm Refraktor habe ich mich für 3 Löcher zu je 5 cm entschieden, wobei es überhaupt nicht auf den
mm-genauen Durchmesser und nicht einmal auf die genaue Lage oder kreisrunde Form ankommt. Im exakt fokussiertem Fall erhält man trotz der drei Öffnungen ein einziges Beugungsscheibchen, im defokussierten Fall aber drei
Beugungsscheibchen, die um so weiter auseinander liegen, je stärker die Abweichung vom exakten Fokus ist. Da die effektive Objektivfläche in meinem Fall nur noch 33% beträgt, muss ich 1.2 mag Helligkeitsverlust in Kauf nehmen
- aber nur bei der Fokussierung, denn bei der Photographie slebst wird die Scheinerblende ja zuvor wieder entfernt. Im Deep-Sky-Bereich hat man häufig Objekte, die ohnehin schon an der visuellen Helligkeitsgrenze liegen (oder
darunter) - da nützt einem die Scheinerblende natürlich nichts. Ansonsten ist sie sehr hilfreich. Da die 2-3 Öffnungen so weit wie möglich außen am Rand der Objektivfläche liegen, hat man nach wie das volle Auflösungsvermögen
(theoretisch).
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